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Studien Band 42

Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins

Herausgeber: Arbeitskreis für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins

ISSN 0172-9152

Mitglieder des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins erhalten bei direkter Verlagsbestellung 30 % Rabatt auf den Ladenpreis.

Vertrieb: Wachholtz Verlag, Rungestrasse 4, 24537 Neumünster, Telefon 04321/906-276, Telefax 04321/906-275, www.wachholtz.de.

 

Grenzen in der Geschichte Schleswig-Holsteins und Dänemarks

Herausgeber: Martin Rheinheimer
Neumünster: Wachholtz Verlag 2006. 480 Seiten. ISBN 3-529-02942-4
(Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins, Band 42)

Die deutsch-dänische Staatsgrenze verläuft heute nördlich von Flensburg und südlich von Tondern. Sie stellt eine genau definierte, klare Linie dar. Doch war die Grenze nicht zu allen Zeiten so klar bestimmt. Der Vergleich über die Zeiten hinweg zeigt verschiedene Formen von Grenzen und einen Funktionswandel der Grenzen auf: wie sie Funktionen von andersartigen Grenzen übernahmen oder Funktionen an andersartige Grenzen verloren, bzw. wie sich die Funktionen überhaupt veränderten. Hinzu kommen soziale und mentale Grenzen, die man heute nicht unbedingt mit staatlichen Grenzen in Verbindung bringen würde, die in anderen historischen Perioden aber durchaus ähnliche Funktionen hatten.

Die Beiträge in diesem Band behandeln unterschiedliche Grenzen in Schleswig-Holstein und Dänemark von der prähistorischen Zeit bis in die Gegenwart. Es interessiert dabei weniger, wo die einzelnen Grenzen konkret auf der Landkarte verliefen, als vielmehr ihre wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und anthropologischen Bedeutungen. Was bedeutete z. B. die Teilung Schleswigs 1920 für die Menschen beiderseits der neuen Grenze in ökonomischer und sozialer Hinsicht? Oder in gleicher Weise: Was bewirkt das Verschwinden der Grenze infolge des Schengener Abkommens? Einzelne Beiträge gehen aber auch weiter zurück und fragen z. B. nach der Bedeutung von Grenzen im Mittelalter.

Inhalt:

Martin Rheinheimer
Grenzen und Identitäten im Wandel – Die deutsch-dänische Grenze von der Frühzeit bis heute
Seite 7-52

Bo Ejstrud
Grenzen in der vorzeitlichen Landschaft – Die Peripherie als Grenze im bronzezeitlichen Nordjütland
Seite 53-64

Detlev Kraack
Die Wahrnehmung und die Überschreitung von Grenzen im hochmittelalterlichen Nordelbien
Seite 65-104

Günther Bock
Grenzen als Strukturelemente im mittelalterlichen Stormarn
Seite 105-146

Albert Panten
Grenzstreitigkeiten auf der Schleswigschen Geest vom 16. bis ins 17. Jahrhundert
Seite 147-184

Ortwin Pelc
Vor den Toren – Die Grenze zwischen Stadt und Land in Schleswig-Holstein vom 12. bis 19. Jahrhundert
Seite 185-210

Michael Bregnsbo
Die inneren Grenzen des dänischen Imperiums in der Frühen Neuzeit – Ein Essay mit besonderem Blick auf die Verhältnisse in den Herzogtümern
Seite 211-218

Sylvina Zander
„Durch die Hand geschändet“ – Der Körper als Grenze zwischen Ehrlichkeit und Unehrlichkeit
Seite 219-236

Lulu A. Hansen & Martin Rheinheimer
Niebuhr im Jemen und die Ehre des Reisenden in der Fremde
Seite 237-280

Norbert Fischer
Der Deich – Grenzziehungen und Grenzauflösungen im amphibischen Raum
Seite 281-306

Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt
Verbindendes und Trennendes – Einige Gedanken zur historischen Funktion der Unterelbe als Grenze
Seite 295-306

Per Grau Møller
Grenzen in der Landschaft – Funktionen und Eigentum auf Nordfünen 1800-2000 kartografisch analysiert
Seite 307-322

Jannie Uhre Mogensen
Die Grenze des Todes überschreiten – Post-Mortem-Fotografie in Dänemark
Seite 323-338

Hans Schultz Hansen
Die Schleswiger und die Teilung Schleswigsche Gesinnungsgrenzen im 19. Jahrhundert
Seite 339-352

Andrea Teebken
Räumliche und mentale Grenzziehung im 19. Jahrhundert – Der Sprachenkampf im Herzogtum Schleswig
Seite 353-366

Morten Andersen
„Nation Building“ im schleswigschen Grenzland – Der wirtschaftliche Wiederaufbau des schleswigschen Grenzgebietes 1919-24
Seite 367-386

Jørgen Kühl
Minderheiten und ihr „Mutterland“ – Nationale Identifikationen über die Grenzen
Seite 387-404

Peter Thaler
An den Grenzen des Selbsts – Die dänische Minderheit in Südschleswig aus komparativer Sicht
Seite 405-416

Martin Klatt
Was nützt die historische Einheit Schleswigs? Überlegungen zum Einfluss der Geschichte auf die heutige Tagespolitik in der deutsch-dänischen Grenzregion
Seite 417-434

William Boehart
Entlang des „Eisernen Vorhangs“ – Der Kreis Herzogtum Lauenburg im geteilten Deutschland
Seite 435-458

Lone Jeppesen & Mogens R. Nissen
Als die Niederländer kamen – Einwanderung und Integration in Südwestjütland
Seite 459-476

Abkürzungen
Seite 477

Autorenverzeichnis
Seite 479